Mythos Stadttaube


Stadttauben sind Haustiere

Die Tauben, die wir in unseren Städten sehen, sind keine Wildtiere, sondern domestizierte Haustiere. Alle Stadttauben sind die Nachkommen von Zuchttauben wie zum Beispiel Brieftauben oder Rassetauben. Die Tiere werden auch heute noch als Nutztiere für Eier, Fleisch und Federn gehalten.

Tauben, die ausgesetzt werden oder die sich verfliegen, werden zu Stadttauben. Sie müssen sich den Schwärmen in den Städten anschließen, um zu überleben. Ihr Dasein fristen sie als wild lebende und verlassene Haustiere, so wie z.B. auch Straßenkatzen. Stadttauben haben dieselben DNA-Muster wie Haustauben und sind von diesen nicht als Art abgrenzbar.

Quelle: Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung im Auftrag der Landestierschutzbeauftragten von Berlin, Gutachten Dr. iur. Arleth, C. & D.I. vet. Hübel, J. (2021)

Stadttauben übertragen nicht mehr Krankheiten als andere Tiere

Tauben sind nicht dreckig und sie stellen keine Gefahr für die Gesundheit dar. Weder sind sie die „Ratten der Lüfte“ noch Schädlinge. Sie übertragen nicht mehr Krankheiten als andere Tiere wie Hund oder Katze. Ebenso wurde der Mythos vom schädlichen Taubenkot widerlegt. Der Kot von gesunden Tauben ist pH-neutral und lässt sich leicht entfernen.

Quelle: Technische Universität Darmstadt; Adam, M. & Grübl, P. (2004): Einfluss von Taubenkot auf die Oberfläche von Baustoffen; Prüfungsbericht Nr. 195.04 vom 26.08.2004