Durch den Müll in der Stadt, herabfallende Fäden und menschliche Haare, mit denen sie ihre Nester bauen oder in denen sie sich bei der Futtersuche verfangen, verlieren Tauben oft auf langsame und sehr schmerzhafte Art und Weise ihre Zehen oder sogar ganze Füße. Verletzungen durch Vergrämungsmaßnahmen, auch oft durch Tritte von Menschen die Tauben nicht mögen und unaufgeklärte Kinder die die Tiere jagen sind leider keine Seltenheit. Das Tierschutzgesetz gilt aber auch für Tauben. Auch sie еmpfinden Schmerz, Hunger und Angst.
Die aufgeplusterte Taube:
Eine Taube plustert sich bei Hunger, Schmerzen und Kälte auf. Dadurch wirkt sie dick und rund – doch das täuscht! Unter dem Gefieder sind die meisten Stadttauben abgemagert. Tauben, die stark aufgeplustert am Boden sitzen und nicht wegfliegen, sind sehr geschwächt.

Die verschnürte Taube:
Fast jede Stadttaube, die du siehst, trägt ein unsichtbares Martyrium mit sich: verschnürte Zehen oder Füße. Was aussieht wie ein „dicker Klumpen“ oder ein verkrüppelter Fuß, ist in Wahrheit eine langsame, extrem schmerzhafte Amputation – verursacht durch menschlichen Müll.
Wie passiert das?
- Menschliche Haare
- Näh- und Paketfäden
- Dünne Kunststoffstreifen
Diese Fäden wickeln sich beim Nesterbau oder bei der Futtersuche um Zehen und Füße. Mit jedem Tag schneiden sie tiefer ins Fleisch – wie eine zu eng gezogene Drahtschlinge. Die Durchblutung stoppt, das Gewebe stirbt ab, Zehen oder ganze Füße fallen nach Wochen oder Monaten ab. Die Tauben erleben dabei höllische Schmerzen – ohne Betäubung, ohne Hilfe.
Ein Beispiel, das unter die Haut geht:
Stell dir vor, du läufst barfuß über den Asphalt – und ein dünner Draht zieht sich langsam immer enger um deinen Zeh. Tag für Tag. Ohne dass du ihn abnehmen kannst. So leben viele Stadttauben. Manche verlieren alle acht Zehen und humpeln nur noch auf den Stümpfen – jeder Schritt ist pure Qual.
Das kannst du tun:
- Werfe keine Fäden, Haare oder Schnüre in den Müll – schneide sie klein oder entsorge sie sicher.
- Unterstütze unsere Arbeit: Wir fangen verschnürte Tauben ein, entfernen die Schnüre, behandeln Wunden und retten Füße, wo es noch geht. Oftmals müssen jedoch Zehen durch einen tiermedizinischen Eingriff amputiert werden.


